Depot-Gebühren (2012)

Monatlicher Vergleich aller Depotanbieter: Cortal Consors, OnVista und 18 weitere Anbieter wurden getestet. Nachfolgend die Depots mit den niedrigsten Jahres- und Ordergebühren (Spartabelle)

Aktuelle Spartabelle

Platz

1

2

3

4

5

6

 Anbieter

OnVista

Cortal Consors

Flatex

DAB Bank

Comdirect 

Targo Bank 

Jährliche Kosten0 €    0 € 0 € 0 €   0 € (bei mind. 2 Trades pro Quartal und Einzahlung in Sparplan, sonst 1,95 € pro Monat)0 € 
 Ordergebühren

 Orderkauf: 0 €

Orderverkauf:

5,99 € + 0,23 % vom Ordervolumen 

 Orderkauf: 4,95 €

Orderverkauf:

4,95 €

Orderkauf:

5,00 € + mind. 1,75 € Börsenentgelt

Orderverkauf:

5,00 € + mind. 1,75 € Börsenentgelt 

 Orderkauf:

4,95 € + mind. 3 € Entgelt oder 0,25 % vom Ordervolumen

Orderverkauf:

4,95 € + mind. 3 € Entgelt oder 0,25 % vom Ordervolumen

 Orderkauf:

4,95 € + 0,25 % vom Ordervolumen (aber insgesamt mindestens 9,90 €, maximal 59,90 €)

Orderverkauf:

= wie Orderkauf (mind. 9,90 €)

 Orderkauf: 9,99 €

Orderverkauf: 9,99 €

 Telefonorder wie Trading-gebühren + 10 € wie Trading-gebühren + 14,95 €

 wie Tradinggebühren + 10 €

 wie Tradinggebühren + 10 €

wie Tradinggebühren + 4,90 €

 0,30 % vom Order-volumen, mindestens 29,99 €
 Realtime-Kurs 1000 frei, sonst 15 min verzögert oder 1,5 Cent/Anfrage teilweise Realtime, sonst 15 Min. verzögert  50 frei + 25 frei pro Monat + je Order 10 (sonst: 1 Cent/Anfrage) begrenzt Realtime, sonst 15 Min. verzögertRealtime  Realtime
 Limit-Gebühren nein nein nein nein, aber pro Änderung 2,5 €  nein bei 25 Trades pro Jahr, sonst 2,50 €  je Änderung nein
 Daytrading vorhanden vorhanden vorhanden vorhanden vorhanden vorhanden
 Sonstiger HinweisKäufe kostenlos - mehrmals ausgezeichnet-15% Rabatt ab 125 Trades pro Jahr

 zusätzliches Girokonto bei Targo Bank erforderlich

 

  

Depotanbieter

Dies sind Unternehmen, die als Börsenhändler tätig sind. Im Gegensatz zu den Börsenmaklern dürfen diese Broker auch Aufträge von Privatkunden ausführen. Der Begriff ist zudem die angelsächsische Bezeichnung für Aktienhändler oder Makler, welche allein berechtigt sind, Börsenaufträge anzunehmen und auszuführen. Für seine Tätigkeit erhält der Depot-Anbieter eine Maklergebühr (brokerage fee). Beispiele für solche Anbieter, enthält die Spartabelle dieser Seite (in diesem Fall nach möglichst niedrigen Ordergebühren sortiert). 

 

Weitere Definition

Der Begriff wird ebenfalls als Wertpapierdienstleistungs– bzw. Handelsunternehmen definiert. Der Anbieter wirkt als Makler bei reiner Geschäftsvermittlung auf fremden Namen und auf fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) oder als Kommissionär in eigenem Namen und auf fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft), vgl. § 1 I, Ia KWG und § 2 III WpHG. Die Entwicklung geht zunehmend weg vom klassischen Depot-Anbieter, der selbst keine eigenen Handelspositionen führt, hin zum sog. Dealer, der eigene Risikopositionen hält und die Gegenseite eines Geschäftes selbst darstellen muss. Eine weitere Entwicklung ist die Gründung sogenannter Discount-Depots, die als Kostenführer auftreten, dafür aber eine eingeschränkte Beratung und Leistungspalette anbieten.


Spartabelle

Als Spartabelle wird hier die Gegenüberstellung aller auf dem Markt erhältlichen Depots bezeichnet und die Selektion der 6 Besten. Diese erfolgt in Hinblick auf die wichtigsten Leistungsmerkmale. Die wichtigsten Leistungsmerkmale eines Brokers sind (bei Berücksichtigung einer Mindestgesamtqualität) die Ordergebühren und die Jahresgebühren.


Geschichte der Depots

Die Geschichte der Depots hängt eng mit der Börsengeschichte zusammen.

1540 entstanden die ersten deutschen Börsen in den zu damaliger Zeit wichtigsten Handelszentren Nürnberg und Augsburg, dem Sitz der Familie Fugger. 1554 folgte die Londoner Börse (Royal Exchange). Zum wichtigsten Börsenstandort in jener Zeit entwickelte sich jedoch Amsterdam. Dort wurde etwa ab 1602 die wahrscheinlich erste Aktie der Welt gehandelt, das Wertpapier der Niederländischen Ostindischen Kompagnie.

Die ersten deutschen Aktien wurden 1756 in Berlin gehandelt und im Jahre 1820 begann der Aktienhandel in Frankfurt, heute eine er wichtigsten Börsen der Welt. Die New Yorker Börse (Stock Exchange) öffnete 1792 ihre Tore.

1971 hielt der Computer Einzug in die Börsenwelt und das Fundament für die Etablierung von klassischen Depots (wie wir sie heute kennen), war gelegt. In New York wurde die National Association of Deales Automated Quotation System kurz NASDQ gegründet. 1997 folgte Frankfurt mit der Einführung von Exchange Electronic Trading, bekannt als Xetra. Dies war ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Depots. Mittlerweile gibt es sehr viele Depots. Deswegen ist ein systematischer Anbietervergleich heutzutage erforderlich.